Wozu braucht der Mensch den Wald?

von Michael Auerswald, Stephen Ziegler und Michael Cremers

Der Mensch istaus vielerlei Gründen auf den Wald angewiesen. Diese Gründe sind hier alle niedergeschrieben und ausführlich erläutert.

Holz:
Holz ist heutzutage ein sehr wichtiges Baumaterial, es dient für Konstruktionen aller Art. Es ist sehr leicht und doch stabil. Holz hat als Baumaterial sehr viele Vorteile gegenüber Stahl. Es schmilzt bei einem Brand nicht und es ist nicht so schwer. Holz weist gegenüber Metall eine wesentlich bessere Wärmeisolierung auf. Es ist leichter und billiger, hat aber seine Grenzen in der Festigkeit. Metall ist schwerer als Holz, kann aber wesentlich größere Belastungen und Gewichte verkraften. Bei einem Brand bildet Holz zunächst eine Schutzschicht aus Kohle um seine Oberfläche, bevor es endgültig verbrennt und damit seine Festigkeit verliert, Metall dagegen verbiegt sich bei hohen Temperaturen. Holz ist für sehr viele Menschen ein wichtiges Brenn- und Heizmaterial. Es wird in großen Mengen auch für den Papierbedarf verwendet. Holz ist auch noch ein sehr wichtiges Material um Möbel und andere Artikel zu produzieren.

Arbeitsplätze:
Der Wald bietet sehr viele und verschiedene Arbeitsplätze, dadurch, daß er sehr viel Pflege bedarf, um einen ordentlichen Wirtschaftswald zu erhalten. Diese Arbeitsplätze verlangen qualifizierte Arbeitskräfte. Durch die hinzukommende Verwaltungen des Waldes werden erneut Arbeitsplätze geschaffen. Zum Beispiel: Förster, Waldarbeiter, Maschinenführer (Abtransport der Bäume). Der Einsatz von Maschinen hat die sehr schwere Arbeit des Menschen erleichtert. Heute gibt es Maschinen, die an einem Tag achthundert Bäume fällen, entästen und die Baumstämme in die richtige Länge sägen können. Diese Maschinen schaffen an einem Tag mehr als fünfzehn Waldarbeiter mit Motorsägen. Der Nachteil des Einsatzes solcher Maschinen ist aber ihr Gewicht. Sie zerstören den empfindlichen Waldboden, z.B. die Pilzgeflechte und natürliche Wasserläufe und fügen dem Wald hierdurch großen Schaden zu.

Brennmaterial:
Kaminholz, Holz für ein Lagerfeuer kommt nach wie vor aus dem Wald. Das Holz dient in den meisten Ländern nur noch zum Vergnügen; in manchen Ländern dient es wie früher als Brennmaterial. Der Wald bietet uns Reisig als Brennmaterial, Beeren, Früchte und Pilze. Man kann auch die Tiere nutzen.

Obst:
Der Wald dient sehr vielen Pflanzen als Lebensraum. Bei dieser Vegetation sind auch Beeren an gesiedelt. Zum Beispiel Heidelbeeren, Brombeeren, Wald Himbeeren und Preiselbeeren.

Reisig:
Reisig ist bekanntlich das Nadelkleid des Baumes. Manche Leute benutzen Reisig zum Abdecken ihrer Pflanzen, meistens Blumen, damit sie unerfroren den Winter überleben. Reisig ist eine sehr wichtige ökologische Nische, da es sehr vielen Tieren als Lebensraum dient.

Jagd:
Früher spielte die Jagd noch eine wichtige Rolle, im Gegensatz zu heute. Früher waren die Menschen von dem Erlegten abhängig. Heute dient die Jagd nur zum Hobby und zum unter Kontrolle halten des Wildbestands.

Pilze:
Heute und auch schon früher sind Pilze ein sehr wichtiger Bestandteil unserer Nahrungskette. Pilze dienen zur Zersetzung von Sturmholz. Das Holz wird zu Humus zersetzt und düngt damit den Boden mit Mineralien. Auch die Zersetzung von toten Tieren wird von Pilzen erledigt.

Lawinenschutz:
Der Wald bremst eine schon entstandene Lawine zwar um wenig ab, dennoch schützt er umliegende Gebäude. Der Wald unterteilt den Schnee in verschiedene kleine Stücke. Dadurch kann der Schnee sich nicht zu einem richtigen Brett bilden. Der Schnee kann nicht abrutschen, sondern wird zurückgehalten. Es können erst gar keine Lawinen entstehen.

Bodenschutz:
Die Bäume halten mit ihren Wurzeln die Erde fest. Die Erde kann nicht abrutschen da sie festgehalten wird und sich verfängt. Die Wurzeln durchstrecken den ganzen Waldboden d.h. der ganze baumbewachsene Boden ist dadurch zu 80% geschützt.

Wasserfilter:
Die Wurzeln, Moose und Büsche filtern aus dem Wasser Schmutzpartikel und Schadstoffe heraus. Die Wurzeln nehmen das Wasser auf und geben es gereinigt wieder in den Boden.

Wasserspeicher, -verteiler:
Die Moose; Sträucher und Wurzeln nehmen das Wasser auf. Sie geben es reguliert wieder in den Boden zurück. Das dient dazu, daß die Flüsse und Bäche immer mit Wasser versorgt sind. Moos ist ein sehr guter Wasserspeicher, der enorme Mengen aufnimmt. In zwei Versuchen haben wir nachgeprüft, wie wichtig doch der Wald für uns ist. Die zweite Kiste soll unseren normalen Waldboden darstellen und die erste Kiste soll darstellen, was ohne den Wald passieren würde. :
Man nimmt trockenes Moos und tränkt es in Wasser, bis es voll ist. Dabei kam heraus, daß Moos das Dreifache seines Körpergewichtes aufnehmen kann. (10 x 10 cm speichern 100ml). Man nimmt zwei Kisten; die eine ist mit Buntsandstein gefüllt und hat keine Vegetation, in der anderen liegen Waldboden, Moos, Bäume und Klee. Die erste Kiste läßt das Wasser so fort durch, während die andere das Wasser speichert und nur ganz langsam abgibt.

Versuch

Wasserschutz:
Durch die Aufnahme von Wasser durch die Pflanzen im Wald ist ständige Verfügung garantiert, da das Wasser nicht verdunsten kann und von den Pflanzen aufgenommen wird und wieder abgegeben wird.
Nach starkem Regen gibt es trotzdem mehr Wasser in Flüssen und Bächen, da die Pflanzen nicht 100% des Regens aufnehmen können.

Luftreinigung:
Durch den Wald haben wir immer frische Luft, er betreibt Luftreinigung. Ein Wald kann auch ein Lärm- und Sichtschutz sein. Ein Lärmschutz, daß man die nahe liegende Fabrik nicht hört und ein Sichtschutz, daß man nicht alles von seinem Haus aus sieht. Die Bäume wandeln Kohlendioxid in Sauerstoff um. Außerdem bildet der Wald einen Filter für die Rußpartikelchen. Ein Baum nimmt Kohlendioxid auf und speichert es bis zur Verbrennung, dann wird es wieder frei gegeben. Der Wald kühlt und verbessert unsere Atmosphäre. Der Wald entnimmt der Luft Kohlendioxid.

Lärmschutz:
Bäume im Wald fangen den Schall ab. Der Schall läuft sich an den Bäumen tot. Der Wald läßt den Schall nicht durch.

Sichtschutz:
Durch die verschieden angeordneten Bäume ist die Sicht zunächst durch Stämme verhindert. Auch durch die Krone der Bäume wird weiterhin die Sicht verhindert. Durch seinen dichte, unregelmäßigen Bewuchs ist dies auch garantiert.

Lebensraum für Tiere, Pflanzen:
Der Wald besitzt sehr viele ökologische Nischen. Ein Mischwald hat noch mehr solcher Nischen als eine Monokultur da er vielfältiger ist und die Tier- und Pflanzenwelt auch Artenreicher ist. Ein Mischwald ist nicht so anfällig wie ein z.B. reiner Nadelwald. Das Ökosystem eines solchen Waldes ist unterschiedlicher und dadurch stabiler. Ein normaler Mischwald bietet sehr vielen Tieren und Pflanzen einen guten Lebensraum. Die Tiere leben in verschiedenen Schichten der Bäume, dadurch können auf einem Baum mehrere hundert verschiedene Tiere leben.

Erholung:
Der Wald ist für Menschen und Luft ein wahres Erholungsgebiet. In allen Jahreszeiten kann der Mensch im Wald wandern und Sport betreiben. Die meisten Menschen aus der Stadt tanken an Wochenenden in den Wäldern auf. Für Menschen bietet der Wald Ruhe, gute Luft (sauerstoffreich) und einen gekühlte Luft. Der Mensch kann entspannen, körperlich sowie auch seelisch. Die Luft regeneriert sich genauso wie der Mensch, außerdem wird sie mit Sauerstoff angereichert.

Sport:
Der Wald bietet ein landschaftlich vielfältiges Gelände. Viel Sportarten können nur im Wald ausgeübt werden. Der Vorzug der Menschen ist durch verschiedene Gründe hervorgehoben. Die Stille ist ein sehr wichtiger Aspekt, warum die Menschen den Wald für ihre Sportarten so bevorzugen. Zum Beispiel: Wandern, Langlauf usw.

Wirtschaftswald:
Der Wirtschaftswald, meistens ein Mischwald wird von den Menschen genutzt um mit ihm Gewinn zu machen. Ein Wirtschaftswald wird von der Forstbehörde überwacht gepflegt und durchgeforstet. Ohne diesen Aufwand kann man keinen großen Gewinn machen. Heutzutage werden hauptsächlich Mischwälder als Wirtschaftswälder verwendet, da diese nicht so anfällig sind wie Monokulturen. Ein Wirtschaftswald bildet mehr Sauerstoff als ein Urwald, nämlich sobald ein Baum umgestürzt ist, wird er abgeholt. Im Urwald würde ein Baum verrotten, und so wäre das Kohlendioxid wieder freigesetzt.

Urwald:
Ein Urwald wird nur vom Wetter beeinträchtigt, d.h. niemand greift in das geschehen von diesem Wald ein und verändert irgend etwas. Ein Urwald wuchert einfach vor sich hin und wachst langsam zu. Die Bildung von Sauerstoff ist sehr gering, da das Holz verrottet und das Kohlendioxid freigesetzt wird.

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