Geboren wurde Arnold Böcklin am 16.10.1827 in Basel, der Vater, ein Kaufmann,
erhielt das Bürgerrecht erst mit der Heirat mit Mutter Ursula die aus altem
Basler Geschlecht stammte und sehr wohlhabend war.
Böcklin besuchte das Gymnasium und eine Zeichenschule außerdem studierte
er sein großes Vorbild Holbein. Es gibt heute noch Werke von Böcklin
nach Hohlbein , die noch sehr gut erhalten sind.
Wegen seines zeichnerischen Talents verließ er das Gymnasium 1845 in der
drittobersten Klasse und ging nach Düsseldorf um die Akademie zu besuchen.
In Johann Wilhelm Schirmer, der frühere Direktor der Karlsruher Kunstakademie,
der seinen Schülern den klassizistisch-dramatischen Stil der Landschaftsmalerei,
seines Vorbildes Anton Koch, weitergab, sowie den Glauben das Italien die eigentliche
Heimat der Landschaftsmalerei sei, fand er einen Lehrer. Er fühlte sich
in erster Linie als Landschaftsmaler.
Er reiste nach Paris wo er vom 22.bis 24.Februar Zeuge der Februarrevolution
wurde, die er sehr beeindruckend fand. Der blutige Arbeiteraufstand im Juni
hinterließ im Gegensatz zur Februarrevolution schwere Spuren in Seiner
Psyche. Böcklin beeindruckte das alles sehr da er sehr bürgerlich
war. Er kehrte nach Basel zurück und beendete sein Studium bei Alexandre
Calame, ein hochgeschätzter Alpenlandschaftsmaler. 1850 reiste er nach
Rom wo er das Mittelmeer, die sonnenüberglänzten Landschaften und
die steil aufragenden Zypressen sah. Diese Motive kehrten später in seinen
Bildern wieder. Er lernte Anselm Feuerbach kennen, der nach seinen Vorstellungen
lebte. Seine spätere Thematik und seinen Stil verdankte er Heinrich Dreber,
der von mythologischen Gestalten belebte geheimnisvolle Landschaften malte.
Er heiratet Angela Pascucci. Aus der Ehe entstammen vier Kinder, darunter sein
Sohn Arnold der auch malte.
Er kehrte nach Deutschland zurück und hoffte auch in seiner Heimat Ansehen
zu bekommen. 1858 malt er in Hannover einen Speisesaal aus, muß sich seinen
Lohn jedoch erst vor Gericht erkämpfen. Im Herbst geht er nach München,
wo er und zwei seiner Kinder an Typhus erkranken, es geht ihm in dieser Zeit
sehr schlecht.
Im März 1859 erregt das Bild "Pan im Schilf" großes Aufsehen.
Durch dieses Bild soll sein Name in München nie mehr vergessen werden,
wo das Bild heute in der Neuen Pinakothek ausgestellt ist.
Von 1860-1862 ist er in Weimar in der Kunstschule. Seine Vaterstadt erteilt
ihm den ersten großen Auftrag im Basler Museum das Bild "Jagd der
Diana" zu malen. Da sich seine Verhältnisse gebessert haben, kehrt
er nach Rom zurück. Er macht dort Naturstudien mit Blei und Federn, von
denen einige noch erhalten sind. Durch den Einfluß von Franz Dreber gelangt
er zu mehr Einfachheit und Klarheit bei seinen Werken. Seine Erfolge hat er
vor allem seiner "duftigen" Wiedergabe der Farben zu verdanken die
den impressionistischen Stil der Farben entsprechen. 1862-1866 er ist wieder
in Rom und besucht zum ersten mal Neapel und Pompeji. Der Rest der antiken Malerei
fließt auch in Böcklins Stil und somit in seine Werke hinein. Dort
entstehen auch die beiden Villen am Meer. Jetzt kann Böcklin ein einziger
Farbton faszinieren. Die Farben werden Kraftvoller, vorher waren sie zart und
duftig. Auch die menschlichen und halbmenschlichen Gestalten in seinen Werken
nehmen immer mehr Raum ein. Er malt jetzt auf Holztafeln, Naturstudien werden
immer seltener.
In München freundet er sich mit Hans Thoma an und wird während seines
Münchenaufenthalts von 1871-1874 von Jüngeren als Lehrer gesehen.
Er malt eine Reihe von Meeresbildern.
In Florenz von 1874-1885 versammeln sich viele Leute, auch Architekten, um ihn
und sehen ihn als Meister
In dieser Zeit entstehen viele berühmte Werke z.B. "Ruinen am Meer",
"Spiel der Wellen". Er erntet von der einen Seite viel Lob jedoch
von der anderen Seite viel Kritik und so wird sein Name immer populärer.
Am 14.05.1892 erleidet er einen Schlaganfall. Seit Mitte der 90er Jahre steigt
der Kaufpreis seiner Werke um das 10 bis 20-fache an. Er malt noch neun Jahre
mit seinem Sohn Arnold, da er immer mehr körperliche Gebrechen hat. Später
wird bezweifelt das Böcklin selber noch gemalt hat oder ob nur sein Sohn
malte. Am 16.01.1901 stirbt er.