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Vom Leben in der Steinzeit

Fotogalerie

Exkursion der Klasse 6a ins Urweltmuseum Blaubeuren, Oktober 2006

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Das Leben in einer Höhle

hoehle Alle paar Wochen zogen die Steinzeitmenschen um. Mit ihren Waffen aus Feuerstein jagten sie Tiere um zu überleben. Wenn die Tiere weiter zogen, mussten auch die Menschen ihnen folgen. Manchmal zogen sie auch  wegen der Kälte in den Süden.
Eine Höhle entsteht zum Beispiel, wenn ein Fluss Kerben in Steinen ausbeult. Nach einiger Zeit, wenn der Fluss austrocknet, können die Steinzeitmenschen einziehen. Manchmal ist es nicht so leicht eine Höhle zu besiedeln, denn sie liegen oft auf Bergen oder im Untergrund.
Die Steinzeitmenschen sind eigentlich schlau. Sie haben Waffen (Speere, Harpunen, Messer) , die wir heute noch benutzen, nur ein bisschen anders. Die früheren Menschen, benutzen die Waffen um Tiere zu töten. Mit dem Schaber (an der Spitze des Steines geschärft) schaben sie das Fleisch und das Fell der Tiere ab. Somit hatten sie das Fell und Kleidung zum Wärmen. Das Fell benutzten sie als Schlafunterlage oder als Kleidung.
Wie wurde ein steinzeitlicher Suppentopf benutzt?
kochtopf Das Suppenkochen in der Steinzeit war etwas für Schlaue! Denn wie wärmte man die Suppe auf? Kalte Suppe zu essen war auch nicht sehr lecker.
Das Leder benutzen sie als Kochtopf.  Er wird schlau konstruiert. Drei Stöcke, die in den Boden gesteckt sind, werden an der Spitze zusammen geknotet und der Kochtopf mit einem Seil drunter gehängt. Er bestand aus einem Tierfell, dass so zusammengebunden war, dass es aussah wie eine Tasche. Das Restfett in dem Fell ließ die Suppe nicht anbrennen und war sehr nahrhaft. Man konnte den Suppentopf nicht über die heiße Flamme stellen, denn das Fell würde verbrennen. Natürlich hatten sie eine Feuerstelle neben dran. Deshalb warfen die Steinzeitmenschen Steine in das Feuer. Sie warteten, bis die Steine heiß waren,  und warfen sie dann als glühend heiße Steine in die Suppe. Langsam wurde die Suppe erwärmt und sie ließen es sich schmecken.
Höhlenmalereien
malerei Die Höhlenmenschen malten ihre gewünschten Jagdopfer an die Wand um Jagderfolg zu haben. Oft zeichneten sie auch Speere und Harpunen oder andere Steinzeitwaffen in das Tier. Die meisten Waffen wurden so gemalt , dass sie das Tier an der tödlichen Stelle des Körpers verletzt. Die Jäger stellen sich eine erfolgreiche Jagd so vor. Sie tanzten dabei und sangen ihre Lieder um einen großen Erfolg zu haben.
Steinzeitmenschen waren wunderbare Künstler. Sie malten Bilder mit Erdfarben, das heißt, sie verwendeten nur Braun und Rottöne. Oft benutzten sie auch die Farbe Schwarz. Die Höhlenmenschen besaßen auch keine Pinsel. Sie malten nämlich mit Röhrenknochen, Tierhaarbüscheln, Federn oder Fingern. Oft benutzten die Urmenschen auch Vorsprünge im Gestein, auf die sie ihre Tiere malten. Dadurch wirkten die Tiere echter und lebendiger. Es sah aus, als ob das Tier aus der Wand sprang. Jäger und Sammler verstanden es Höhlenbilder zu malen. Doch sie skizzierten keine Pflanzen und sehr selten Menschen. Die Farbe der Steinzeitmenschen wurde aus Ocker, Rötel und schwarzer Manganerde hergestellt. Die Farbe wurde mit Blut oder Tierfett angerührt. Manchmal wurde eine Höhle oder Wand von unterschiedlichen Malern hintereinander bemalt. Deshalb gibt es in manchen Höhlen viele Farbschichten übereinander.
Der Höhlenbär

Der Höhlen waren nicht nur ein guter Unterschlupf für die Menschen, sondern auch Tiere. In den Höhlen hauste zum Beispiel der Höhlenbär, Wie sein Name schon sagt, lebte auch er in den Höhlen. Die Steinzeitmenschen gingen ihm immer aus dem Weg, denn dieser gefährliche unbarmherzige Bär wurde bis zu drei Meter hoch.
In der Eiszeit vor 10 000 bis 20 000 Jahren wuchsen keine Bäume. Denn ca. 10cm unter der aufgetauten Erde befand sich nur noch gefrorener Boden. Leider gedeihen Bäume nicht auf 10cm bis 20cm Erde. Deshalb gab es keine Bäume. Selbst das Gras hatte es bei diesen harten Klima schwer. In den Kälteperioden wurde es den Menschen trotz ihrer Fellbekleidung zu kalt. Darum zogen sie bei diesen schwierigen Bedingungen in den Süden, da es dort wärmer war.      

Wo schliefen die Urmenschen in den eisigen Nächten?

Die Steinzeitmenschen schliefen meist auf ihren weichen Tierfellen, die sie auf den harten, bitterkalten Boden ausgebreitet hatten. Sie wollten sich bei der frostigen, unangenehmen Kälte nicht auf den Kalkgesteinboden legen.

Was passierte mit der Beute des Steinzeitjägers?

Hatten die Steinzeitmenschen ein Tier gejagt und getötet, wurde das Fell mit dem Fett, den Muskeln, die Knochen und , wenn sie vorhanden waren, auch die Geweihe oder Hörner verbraucht.
Nur die Eingeweide wurden nicht verwendet (Lunge, Niere, Herz,...). Aus dem Fell machte man Kleider, Suppentöpfe, steinzeitliche Schuhe und Fellunterlagen (zum Schlafen). Das Muskelfleisch konnten sie essen . Die Knochen brauchte man zum Herstellen von Nähnadeln, Werkzeugen und Waffen.

Larissa Jank (mit Ergänzungen von Hendrik, Philipp, Lizzi)

Anleitung zur Herstellung eines Steinzeitmessers

hasel Man besorgt sich ein ca.15 cm gut zu schnitzendes Haselnussstöckchen. Dann nimmt man einen Feuerstein und schlägt mit einem anderem Stein auf ihn drauf. Da der Feuerstein wie Glas ist, zerspringt er in scharfe Splitter.
klingen Nun sucht man sich den schärfsten aus und schabt bis zur Hälfte des Haselnusshölzchen die Rinde ab. Man muss ausprobieren, was für einen geeigneter ist: zu sich herschaben, von sich weg schaben oder man stützt das Aststück schräg an den Tisch und schabt die Rinde runter.
schaelen Wenn dies erledigt ist, versucht man die obere Kante abzurunden. Da dies leider sehr schwer ist, dauert es eine Weile.
schaelen Wenn das getan ist, sucht man sich zwei kleine oder einen großen scharfen Feuersteinsplitter aus. Dann schnitzt man mit man einem anderen spitzen und scharfen Splitter eine Ritze so lange in das Haselnusshölzchen, bis die ausgesuchten Feuersteinsplitter zu ¼ in die Ritze passen. (Man kann auch ein Stück Leder nehmen, wenn der Stein zu scharfkantig ist.)
kerbe Nun rührt man eine Mischung aus Baumharz und Bienenwachs an und erhitzt sie. Dies ist der steinzeitliche Kleber. Dann tunkt man den Splitter bis zu ¼ in den Kleber. Nun steckt man ihn in das Holz und lässt ihn trocknen.
kleber Nun beschmiert man die rechte Seite dort, wo der Splitter in das Hölzchen eingefügt wurde, mit Kleber. Wenn es getrocknet ist, beschmiert man die linke Seite und wartet, bis das auch getrocknet ist. Wenn alles getrocknet ist und nichts mehr wackelt, kann man, wenn man will, ein par Verzierungen reinritzten oder mit einem Ledergriff ausschmücken. Nun ist das Messer fertig.

steinmesser

Lara (mit Ergänzungen von Lilith, Alexandra, Isabella, Jörn, Sven, Alexandros)

Feuer in der Steinzeit

Mit Feuerstein Feuer erzeugen
feuerstein Das älteste Feuerzeug der Welt, das und bis jetzt bekannt ist, ist das Aneinenderschlagen von Feuerstein und Katzengold. Dieses erzeugt durch die Reibung winzige Funken. Nun kommt der schon seit ca. 14 Tagen getrocknete Zunderporling ins Spiel. Man legt ihn oberhalb des Katzengoldes hin und hält ihn Daumen und Zeigefinger fest, dass er nicht verrutscht. Man legt ihn eher nicht unten hin, denn die meisten und heißesten Funken fliegen nach oben.
zunder

Der Zunderporling ist sehr leicht entzündbar. Nach dem Erglühen des Zunders durch die winzigen aber extrem heißen Funken legt man ihn in leichte entfachtbares Material, meistens Stroh. Nun muss man nur noch kräftig pusten oder mit einem Schwanenflügel oder etwas Ähnlichem durch Wedeln das Stroh entfachten.

feuer

  Frederik, Jan, David
Mit Bogen und Stock Feuer machen
feuerbogen

Man nimmt einen Stock und ein Holzstück. Das Holzstück hat offene Kerben. Nun legt man ein Rindestück unter eine der offenen Kerben. Danach nimmt man einen Bogen, dessen Schnur um den Stock gewickelt ist. Jetzt zieht man den Bogen hin und her. Dies verursacht, dass der Stock sich immer schneller in der Kerbe dreht. Es wird so heiß, dass sich Glut bildet. Die Glut fällt auf die Rinde und die fängt an zu brennen.

feuerbogen

  Lena und Svenja