Am Mittwoch, den 09.07.2003 schlachteten wir auf dem Schulbauernhof.
Da zwei Hasen Junge bekommen hatten waren die Ställe überfüllt und es wurden
drei Hasen geschlachtet.
Mit einem Bolzenschussapparat schießt man einen Bolzen in den Kopf des Hasen.
Durch den Schuss werden Nerven zerstört, so dass der Hase keine schlimmen Schmerzen verspürt.
Danach muss man den Hasen schnell an den Hinterläufen packen
und ihn nach unten halten. Im Anschluss muss man ihm die Hauptschlagader (Aorta)
durchtrennen, so dass das ganze Blut des Hasen aus dem Körper fließt.
Sonst gerinnt das Blut im Fleisch (Muskeln) des Hasen und es
wird ungenießbar. Als erstes war „Elvis“ ein Hasenmännchen an der Reihe.
Als wir ihn betäubt hatten (Bolzenschussapparat) und die Hauptschlagader
durchtrennt war, winkelten wir beide Hinterläufe an und schnitten ein Loch durch
diese, dadurch konnte man den Hasen an zwei Nägeln aufhängen.
Beim Fell
abtrennen musste man vorsichtig sein, dass man nicht in das Fleisch des Hasen schneidet.
Nach zehn bis fünfzehn Zentimeter muss man nur noch ziehen und das Fell löst
sich so gut wie alleine bis zu den Vorderläufen.
Die Vorderläufe wurden dann mit einer Zange gekappt. Beim Kopf ging es gar nicht
weiter, deswegen wurde auch er abgetrennt. Beim Hasen blutete fast nichts mehr.
Das Fell wurde vom Kopf befreit und musste nur noch umgedreht werden.
Wenn man das Fell behalten will, muss man es zum Gerber bringen,
denn sonst fängt es an zu schimmeln. Das Ausnehmen war das
Interessanteste. Als aller Erstes wurde die Blase entfernt, bei einem
versehentlichen Schnitt in die Blase hätte es sonst streng riechen können.
Die Reihenfolge beim Ausnehmen war folgendermaßen: Harnblase, Därme, Leber,
Nieren, Magen, Herz und Lunge. Die Lunge durfte jeder einmal aufblasen.
„Elvis“ kam in die Küche und wurde später gegessen.
Die Hasenweibchen Elsi und Emma, denen wir das Fell über
die Ohren gezogen haben, wurden von einem Herrn abgeholt, der sie selber
ausnehmen wollte.
Hoffentlich haben wir nichts vergessen.
Beim Schlachten waren dabei: Lukas, Jannis und Kai.
Kai und Lukas